Fasten drückt den inneren Reset-Knopf ‒ es räumt auf und verbessert das Essverhalten.

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Noch einmal ganz von vorne anfangen! Viele Menschen träumen insgeheim von einem Neustart. Doch wie soll man das schaffen? Auch hier kann Fasten eine Lösung sein.

Einige der psychischen Komponenten des Fastens wurden bereits beschrieben. Doch nicht nur auf das Gemüt, sondern auch auf die Lebensenergie hat die freiwillige Abstinenz eine große Wirkung. So erlebte ich zu meiner eigenen Überraschung neben der guten Laune plötzlich auch einen Schub von ungeahnter Energie. Die nutzte ich prompt, um einmal gründlich aufzuräumen, und zwar gleich im doppelten Sinne: in meinem Büro und der Grundeinstellung zu meinem bisherigen Leben.

Das geht vielen Fastenden so, wie ich in diversen Fasten-Blogs herausfand. Ausmisten scheint ein regelrechtes Grundbedürfnis während der Fastenzeit zu sein. An Tag Nummer 15 meiner Fastenkur überkam ich etwa urplötzlich den Drang, meine Terrasse mit einem Hochdruckreiniger zu putzen. Und während ich das tat, hatte ich das Gefühl, dass auch mein Körper gerade gründlich Hausputz machte.

So eine Grundreinigung ist befreiend und tut gut, auch noch aus einem anderen Grund: Anstatt im Bett zu liegen und über Essen nachzudenken, packt man an, geht laufen, mistet aus – und überdenkt seine Beziehungen. Denn Fasten macht auch Lust, sozial einmal auszumisten. So nahm ich mir während des Fastens vor, keine Projekte mehr zu führen, die ich für verloren halte oder in denen ich mich nicht mehr wiederfinde.

Auch lang gehegte Gewohnheiten kommen in der Fastenzeit auf den Prüfstand. Auf vieles Ungesunde, bei dem ihr früher das Wasser im Munde zusammen lief, habe ich mittlerweile gar keine Lust mehr. Mein Geschmackssinn insgesamt hat sich verändert. Zuvor habe ich bspw. immer Heißhunger auf Knabberzeug gehabt. Nach dem Fasten merkte ich jedoch, dass der Appetit auf Knabberzeug nachgelassen hat. Außerdem fällt mir nach dem Fastenbrechen jedes Mal auf, dass ich mein Essen weniger salzen muss.

Mit dem Fasten verändert sich also auch das Essverhalten insgesamt. Man fühlt sich gereinigt, und diese Reinheit möchte man sich schließlich nicht durch schlechtes Essen wieder versauen.

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