Der Flow ist ein Zustand von Körper und Geist, in dem du besonders glücklich und leistungsfähig bist.

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Manche Sportler wie Michael Jordan sprechen von der „Zone“, Läufer sehnen sich nach dem „Runner’s High“ und Jazzmusiker wie John Coltrane nennen es ehrfurchtsvoll die „Pocket“. Dabei sprechen alle diese Menschen von derselben Erfahrung: dem Flow – einem unbeschreiblichen Glücksgefühl gepaart mit maximaler Leistungsfähigkeit.

Der Flow ist ein geistiger Zustand, in dem Zeit und Raum keine Rolle mehr zu spielen scheinen und Körper und Geist voll konzentriert und maximal leistungsfähig sind. Menschen, die den Flow-Zustand erleben, beschreiben oft, wie leicht es ihnen plötzlich fällt, Entscheidungen zu treffen. Die Gedanken scheinen sich von ganz allein den richtigen Weg zu bahnen und nichts blockiert sie dabei.

Der Psychologe Mihàly Csikszentmihàlyi und der Autor Steven Kotler beschäftigten sich ausgiebig mit dem Flow und stellten fest, dass er oft bei Extremsportlern eintritt. Menschen, die eine solche Sportart ausüben, verfügen zumeist über enorme körperliche und mentale Kräfte. Der Extremsport ermöglicht es ihnen, sich vom stärksten Trigger, der uns Menschen bekannt ist, in den Flow versetzen zu lassen – dem Selbsterhaltungstrieb. Hierbei kommen körperliche Leistungsfähigkeit, mentaler Fokus und exzellente Technik zusammen. Das Gefühl, das aus diesem Zusammenspiel resultiert, kann süchtig machen. Es ist wohl das, was die meisten Menschen meinen, wenn sie vom „Glücksgefühl“ sprechen.

Aber natürlich kann man dieses Gefühl nicht nur beim Bungee-Jumping oder Sky-Diving erleben. Optimalerweise gelingt es einem auch bei der Arbeit, in den Flow zu kommen. Die Unternehmensberatung McKinsey fand heraus, dass Führungskräfte fünfmal leistungsfähiger sind, wenn sie sich im Flow-Zustand befinden!

Leider kannst du diesen Zustand nicht auf Knopfdruck bei dir auslösen. Wer den Flow erleben möchte, muss sämtliche Störreize ausblenden und vollständig im Moment aufgehen. Und das funktioniert nur, wenn dafür mehrere biologische Voraussetzungen erfüllt sind. Der Flow resultiert nämlich aus einem komplexen Zusammenspiel fünf verschiedener Neurotransmitter im Gehirn. Die körpereigenen Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin erhöhen dein Energielevel und ermöglichen eine stärkere Fokussierung. Die Substanz Anandamid fördert die Kreativität und das Denken. Endorphine sorgen dafür, dass das Schmerzempfinden blockiert wird, und Serotonin ist für das emotionale „High“ verantwortlich. Kein Wunder, dass diese Stoffe auch in Drogen wie MDMA enthalten sind. Wer jedoch weiß, wie der Körper funktioniert, kann sich auf gesündere Weise in den Flow versetzen:

Damit die genannten Stoffe ausreichend ausgeschüttet werden, braucht es einen Trigger, denn die Neurotransmitter kommen nur bei Bedarf zum Einsatz. Wem Fallschirmspringen und Kitesurfen zu gefährlich sind, der kann mit ein paar klugen Biohacks auch von selbst die richtige Grundlage für die Bereitstellung von Adrenalin und Co schaffen und so in den Flow gelangen.

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