Die Entscheidung zum Veganismus ist ein reflektierender Prozess, der verschiedene Resonanzen in der sozialen Umgebung hervorruft.

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Es gibt also mitunter ziemlich viel, was wir bei einem hundertprozentig veganen Leben bedenken müssen. Aber es verlangt auch niemand von uns, unser ganzes Leben von einem Tag auf den anderen zu ändern.

Die Sozialwissenschaftlerin Barbara McDonald hat untersucht, wie die Entscheidung, vegan zu werden, normalerweise umgesetzt wird: Es beginnt meistens mit einer prägenden Erfahrung, beispielsweise mit schockierenden Bildern aus einem Schlachthaus. Danach bricht eine Phase der kritischen Reflexion über das eigene Verhalten an, die ein moralisches Dilemma entstehen lässt. Widersprüche, über die wir bisher nicht nachgedacht haben, treten plötzlich deutlich hervor: Warum streicheln wir den Hund und schlachten aber das Schwein? Warum essen wir ein Schnitzel, wenn wir doch wissen, dass es mit Tierquälerei verbunden ist?

Oft wird dieses Dilemma einfach verdrängt und wir bleiben beim Fleischkonsum. Doch manchmal recherchieren wir weiter und beginnen schließlich, die neuen Erkenntnisse in den Alltag zu integrieren und nach und nach einen veganen Lebensstil anzunehmen.

Das ist natürlich nicht nur eine Umstellung für das eigene Leben, sondern auch für unsere Mitmenschen. Es wird zu vielen Diskussionen kommen und wer sich auf ein veganes Leben umstellen möchte, muss darauf gefasst sein, dass viele Menschen sich bei dem Thema persönlich angegriffen fühlen. Sie unterdrücken selbst ihr moralisches Dilemma und mögen es nicht, wenn ihnen vorgeführt wird, dass es auch anders geht.

In solchen Diskussionen ist die beste Herangehensweise eine positive, mit der wir unserem Gegenüber keine Vorwürfe wegen seiner Ernährung machen. Stattdessen könnten wir Skeptiker zu einem Abendessen einladen und ihnen vorführen, wie lecker und abwechslungsreich vegane Ernährung sein kann.

Veröffentlicht in Vegan

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