Unser Gehirn ist extrem komplex – und darum braucht es jede Menge Energie.

Print Friendly, PDF & Email

Das menschliche Gehirn ist ein wahres Wunderwerk der Evolution. Unser Denken und unsere Gefühle entstehen im Gehirn und machen unser Leben lebenswert und interessant. Diese hochkomplexen Prozesse basieren auf Nervenzellen.

Die enorme Komplexität unseres Gehirns ist die Grundlage für unsere außerordentliche Denkfähig­keit. Das funktioniert im Einzelnen so: Das Gehirn ist aus ca. 100 Milliarden Nervenzellen aufgebaut. Diese kommunizieren untereinander und bilden dabei neuronale Netze. Um Informationen weiterzutragen, „feuern“ die Nervenzellen elektrische Signale ab, die über chemische Botenstoffe durch die Synapsen zu anderen Nervenzellen gelangen. Der Schutz bestehender Netzwerke und die beständige Bildung neuer Nervenzellen ist die Grundlage für die anhaltende Leistungsfähigkeit dieses wunderbaren Organs.

Gehirnareale
Gehirnareale mit ZNS

Der Energieverbrauch des Gehirns ist sehr hoch und in unserer modernen Welt ist er das ganz besonders. Aber der Reihe nach. Der Mensch ist ein evolutionärer Sonderfall: Da ihn keine scharfen Zähne, harten Panzer oder Tarnfarben vor dem Gefressenwerden schützen, setzte der Mensch schon immer auf seine Intelligenz. Kein Wunder, dass der Energieverbrauch unseres Gehirns viel höher ist als der von anderen Lebewesen. Nicht weniger als 20% unseres gesamten Energieverbrauchs gehen auf ein Organ zurück, dabei macht es gerade einmal 2% unseres Körpergewichts aus!

Zentrale Körperfunktionen wie die Regulierung der Temperatur, die Atmung sowie der Herzschlag werden im Gehirn zuerst mit Energie versorgt. Erst dann kümmert sich das Gehirn um die Überlebens- und Fortpflanzungsinstinkte und schließlich kommt der präfrontale Cortex an die Reihe: Er ist für komplexes Denken und das Treffen von Entscheidungen verantwortlich – und er benötigt die meiste Energie.

Gerade dem Cortex setzt unsere Umwelt mit ihrer ständigen Reizüberflutung ganz schön zu. Jedes Mal, wenn bspw. eine Nachricht auf deinem Smartphone erscheint, signalisiert dir dein Gehirn: Achtung! Unbekannt! Gefahr! Früher, als wir noch Jäger und Sammler waren und das Leben ein echter Überlebenskampf, war diese Warnfunktion natürlich sehr nützlich. Heute bedeutet sie jedoch vor allem eines: Stress!

Wie wir diesen Stress am besten bewältigen können, und welcher Teil unserer Nervenzellen uns dabei besonders helfen wird, sehen wir uns im nächsten Blink ein bisschen genauer an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.