Regelmäßiger Ausdauersport hält nicht nur den Körper fit.

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Wenn du also verhindern willst, dass deine Neuronen verkümmern und die Synapsen absterben, solltest du dich schleunigst im Fitnesscenter anmelden und von nun an jeden Tag mindestens eine Stunde lang schweißtreibendes Intervalltraining betreiben.

Scherz! Um das Gehirn fit zu halten, reicht regelmäßige moderate Bewegung völlig aus. Aerob nennt sich die Art von moderatem Training, bei der der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Das kann Gehen, Dauerlaufen oder Schwimmen sein – je nachdem, bei welcher Bewegung du dich wohlfühlst.

Ist keine ausreichende Sauerstoffzufuhr gegeben, so spricht man von anaerobem Training. Darunter fallen alle Bewegungsarten, die dich außer Atem geraten lassen. Dies kommt v.a. beim Leistungssport vor, z.B. dann, wenn ein Profifußballer sprintet. Wenn es dir aber nicht darum geht, dicke Waden und ein Sixpack zu kriegen, musst du nicht unbedingt solche Höchstleistungen erbringen.

Diese moderate Art der Bewegung ist es übrigens auch, die den Angehörigen bestimmter indigener Völker so ein exzellentes räumliches Gedächtnis verlieh. Die San z.B. lebten bis ins 20. Jahrhundert als Jäger und Sammler im südlichen Afrika. Sie betrieben v.a. die Ausdauerjagd, bei der die Beute mehrere Stunden lang getrieben wurde, bis sie schließlich erschöpft zusammenbrach. Durch diese besondere Art der Jagd hielten die Jäger ihren Hippocampus und damit ihr räumliches Gedächtnis auf Trab, das ihnen wiederum beim Sammeln anderer Nahrungsmittel half.

Abgesehen von Jogging und Ausdauerjagd kann sich auch Sex positiv auf das Gehirn auswirken. Dies legen zumindest einige Tierversuche nahe. So wurden bei Tieren, die im Zeitraum der Versuche Geschlechtsverkehr hatten, mehr Stammzellen nachgewiesen als bei Tieren, die isoliert vom anderen Geschlecht gehalten wurden.