Nom nom,

wenn du ein Feinschmecker bist oder viel Zeit mit einem verbringst, hast du vermutlich bereits von der Bezeichnung Umami gehört.

Umami ist – neben süß, sauer, bitter und salzig – der fünfte Geschmack, den Menschen schmecken können. Man kann den Begriff grob übersetzen mit „angenehm herzhaft“. Anwenden lässt er sich bei der Beschreibung des Geschmacks vieler Fleischgerichte, von Pilzen und Brühen.

Doch wer hat diese fünfte Geschmacksrichtung entdeckt und warum kennen die meisten Menschen hierzulande nur vier?

Japan: das Land des guten Geschmacks

Im Jahr 1908 beschloss der japanische Chemiker Kikunae Ikeda einen genauen Blick auf die Kristalle von getrocknetem Seetang zu werfen, einem Grundpfeiler der japanischen Küche.

Bei seiner Untersuchung fand er das Glutamat. Da der Geschmack dieses Stoffes in keine der vier damals bekannten Kategorien passte, taufte Ikeda ihn Umami, was im Japanischen „Köstlichkeit“ heißt.

Im Westen war dieser fünfte Geschmackssinn lange umstritten. Erst im Jahr 2001 fanden auch Wissenschaftler in den USA einen spezifischen Geschmacksrezeptor für Glutamat und bestätigten daraufhin endlich das Konzept von Umami für westliche Genießer.

Bevor du jetzt allerdings in die Küche stürmst und haufenweise Glutamatpulver in dich hineinschaufelst, lass dir gesagt sein, dass dieses für sich genommen nicht sehr bekömmlich ist. Der lecker-würzige Umamigeschmack entfaltet sich erst, wenn Glutamat mit anderen Geschmäckern kombiniert ist – und eigentlich noch besser, wenn Glutaminsäure in seiner natürlichen Form und Dosis vorkommt.

Mehr Geheimnisse aus der Küche, z.B. wie die Menschheit auf die Herstellung von Brot kam, haben wir in diesem Blog für dich aufbereitet. Wohl bekomm’s!

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