Fleisch ist zu billig, da es nicht die wahren Kosten seiner Herstellung widerspiegelt.

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Aus einer rein ökonomischen Perspektive betrachtet hat die Massentierhaltung die Fleischherstellung billig gemacht – unmöglich billig, um genau zu sein. In den letzten 50 Jahren haben sich – gemäß der allgemeinen Inflationsrate – Häuser und PKWs um rund 1.500 Prozent verteuert, während der Preis für Hühnerfleisch und Eier sich kaum verdoppelt hat. Wie ist das möglich?

Ein Grund liegt darin, dass die Fleischindustrie viele ihrer Kosten externalisiert und dem Rest der Gesellschaft aufbürdet. Mastbetriebe bezahlen nicht für eine angemessene Entsorgung ihrer Abfälle. Sie bezahlen nicht für die Neuentwicklung von Antibiotika, die sie durch übermäßigen Einsatz wirkungslos machen.

Der Hauptgrund für das unmöglich billige Fleisch besteht jedoch darin, dass keinerlei Anstrengungen unternommen werden, die Nutztiere angemessen zu halten und zu behandeln. Würden die Tiere in kleinen Bauernhöfen leben, wo sie auf Wiesen grasen und sich im Schlamm wälzen könnten – kein Mensch könnte sich dann so viel Fleisch leisten wie der Durchschnittsbürger es heute isst.

Stattdessen sperren wir immer kränkere Tiere in immer kleinere Käfige, stopfen sie mit immer mehr Chemikalien voll und nehmen immer größeres Leid in Kauf. Nur dadurch wird das Fleisch, das wir essen, immer billiger.

Doch was sind die Kosten unserer Grausamkeit? Ist uns billiges Fleisch auf dem Teller wirklich so wichtig, dass wir in Kauf nehmen, nicht länger wissen zu wollen, wo es herkommt?

Fleisch ist zu billig, da es nicht die wahren Kosten seiner Herstellung widerspiegelt.

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