Es kursieren viele falsche Vorstellungen darüber, wie gesund manche Getränke und Vitaminpräparate sind.

Was trinkt man bei dir zu Hause am Sonntag zum Frühstück? Vielleicht ein Glas Orangensaft, weil der viel Vitamin C enthält? Und dazu eine Tasse Kaffee mit viel Milch – aber nur eine, schließlich ist zu viel Kaffee schlecht für die Nieren!

Besonders was Getränke angeht, haben die meisten Menschen keinen blassen Schimmer, was wirklich gesund ist, und es kursieren eine ganze Menge Mythen. Saft z.B. ist in Wahrheit alles andere als gesund – Vitamine hin oder her. Die meisten Säfte enthalten nämlich viel zu viel leicht verdaulichen Zucker.

Auch Milch ist nicht so gut für den Körper, wie früher oft behauptet wurde. Bei Säuglingen und Kleinkindern dient sie dem Wachstum, doch bei Jugendlichen und Erwachsenen können zu viele Wachstums-Impulse zur vorschnellen Zellalterung führen. Evolutionär betrachtet ist Milch einfach nicht für Erwachsene „vorgesehen“. Dass viele Menschen keine Milch vertragen, ist also weder ein Zufall noch eine Modeerscheinung. Es ist tatsächlich so, dass 15-20% aller Menschen in Deutschland laktoseintolerant sind. In Asien sind es sogar an die 90%!

Kaffee indes – insbesondere Filterkaffee – ist entgegen hartnäckiger Gerüchte überraschend gesund für Herz und Leber. Aktuellen Forschungen zufolge können drei bis fünf Tassen täglich nicht schaden – ganz im Gegenteil sogar –, sie wirken wie ein Anti-Aging-Produkt. Das Gleiche gilt übrigens für Alkohol, zumindest wenn man ihn in Maßen genießt. Ein Glas Bier, Wein oder ein kleiner Schnaps am Tag erhöht die Lebenserwartung. Gesundheitsschädigend wird es erst ab drei Gläsern.

Neben Kaffee, Milch und Alkohol sind auch Nahrungsergänzungsmittel und v.a. Vitaminpräparate ein umstrittenes Thema. Die einen sind der Meinung, Vitamine und Mineralstoffe können nicht schaden – egal in welcher Form. Andere halten sich an die Devise: Was nicht natürlich ist, ist nicht gesund für mich. Wer hat nun recht?

Grundsätzlich braucht der Körper bei der richtigen Ernährung keine zusätzlichen Vitaminpräparate. Einige dieser Präparate sind sogar nachgewiesenermaßen gesundheitsschädigend, z.B. Vitamin A oder Beta-Carotin. Du fährst auf jeden Fall sicherer, wenn du dir deine Vitamine über die Nahrung holst. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen von dieser Regel:

Eine davon ist Vitamin D3. Im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen kann der Körper D3 selbst herstellen, und zwar mit der Hilfe der Sonne. Da in unseren Breiten die Sonne jedoch zu selten und zu schwach scheint, kann es wichtig sein, sich dieses Vitamin gesondert zuzuführen.

Die zweite Ausnahme gilt für Vegetarier und Veganer. Diese sollten ab und zu daran denken, Vitamin B12 zu sich zu nehmen, da dies in Nahrungsmitteln auf pflanzlicher Basis kaum vorkommt.