Die heute übliche Massentierhaltung hat nichts mit unserer Vorstellung von Landwirtschaft zu tun.

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Wenn sie von Landwirtschaft hören, denken die meisten Menschen an alte Bauernhöfe mit großen Ställen, an grüne Weiden und friedlich grasende Tiere, die den ganzen Tag draußen verbringen.

Doch diese Art von Landwirtschaft ist längst Geschichte. 99% aller landwirtschaftlichen Nutztiere in den USA leben heute in der Massentierhaltung. Und Massentierhaltung findet in industriellen Großbetrieben statt, die nichts mit unserem traditionellen Bild eines Bauernhofs zu tun haben.

In ihr gilt allein ein eisernes Effizienzprinzip: Was sich rechnet, ist gut – ohne Rücksicht auf Verluste.

Die meisten Nutztierarten wurden im letzten Jahrhundert so gezüchtet, dass sie schnell heranwachsen und schon im Jugendalter geschlachtet werden können. Das unnatürlich schnelle Wachstum macht die Tiere zu genetischen Krüppeln, die in freier Wildbahn nicht überleben könnten.

In den Megaställen sterben viele Tiere an Stress und Krankheit oder werden von Artgenossen tot getrampelt. Ihnen wird alles verwehrt, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht, selbst ausreichend Schlaf oder Wasser. Artgerechte Haltung rechnet sich nicht.

Das Futter der Tiere ist so vollgepumpt mit Vitaminen und Antibiotika, dass selbst die kränksten unter ihnen bis zur Schlachtung am Leben bleiben. Die Arbeiter in den Betrieben werden schlecht bezahlt und arbeiten unter miserablen Bedingungen, was zu vielen Fehlern und sadistischen Handlungen führt.

Wer glaubt, das Hähnchen auf seinem Teller habe jemals das Tageslicht gesehen oder sei über eine Wiese gelaufen, der gibt sich einer Fantasie hin. Tiere sind heute ein namen- und gesichtsloses Massenprodukt.

Die heute übliche Massentierhaltung hat nichts mit unserer Vorstellung von Landwirtschaft zu tun.

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