Ein überzeugender Aufruf, Fett als Heilmittel zu entdecken.

Der Hollywood-Film Lorenzos Öl entfachte vor vielen Jahren Anne Flecks Interesse für die Heilkraft des Fetts. Darin wird ein kleiner Junge mithilfe einer speziellen Ölmischung von einer unbekannten, mutmaßlich tödlichen Krankheit geheilt. Fleck fing an, sich in die wissenschaftliche Literatur zu stürzen und erkannte, dass unser Verständnis von Fett auf vielerlei Mythen beruht.

Obwohl sich die Meinung hartnäckig hält, dass Fett schädlich sei, hat die Forschung längst bewiesen, dass das nicht pauschal stimmt. Richtig eingesetzt kann Fett faszinierende Kräfte in unserem Körper freisetzen. In unserem Blog erfährst du, welche Fette schaden und welche heilen, welches Öl du am besten in der Küche verwendest und was du beachten solltest, um mit jedem Tropfen Öl auf deinem Salat etwas fitter zu werden.

In diesem Blog wirst du außerdem herausfinden,

was es mit der Cholesterin-Lüge auf sich hat,
wie Fett Stress und Depressionen entgegenwirken kann, und
welchem Etikettenschwindel wir im Ölregal begegnen.

Ernährung und Gehirn

Dein Gehirn auf Vordermann bringen.

Höher, schneller, weiter – das ist das Credo unseres Jahrtausends. Und das gilt nicht nur für die Autos, die wir fahren, sondern auch für unsere eigenen Körper: Immer mehr Menschen weltweit wollen das Maximum aus Körper und Geist herausholen. Sie möchten gesünder, leistungsfähiger, ja einfach besser in allem werden, was sie tun. Auf diesen Wunsch antwortet Dave Asprey mit seiner Lehre des „Biohackings“: Sie besagt, dass wir durch Umstellungen in den Bereichen Schlaf, Ernährung, Lichtumgebung und Bewegung die Leistung unserer Körper und speziell unserer Gehirne signifikant optimieren können.

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Kochen macht unsere Lebensmittel verdaulich und nahrhaft.

Wie oft nimmst du dir Zeit, um in Ruhe zu kochen? Mit Sicherheit seltener, als dir lieb ist. Wer hat heute schon Zeit, regelmäßig zu kochen? Und ist es nicht sogar gesünder, wie Rohköstler komplett aufs Kochen zu verzichten?

Die Antwort auf diese Frage nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte. Eines ist nämlich sicher: Es gibt gute Gründe dafür, dass unsere Vorfahren irgendwann mit dem Kochen begonnen haben.

In der Natur ist das so: Jede größere Spezies, die ihren Energie- und Nährstoffbedarf ausschließlich mit roher Nahrung decken will, braucht große und kräftige Kiefer. Auf uns Menschen trifft weder das eine noch das andere zu. Unsere affenartigen Vorfahren dagegen hatten prächtiges Kauwerkzeug. Was war passiert?

Unsere Vorfahren fingen irgendwann an, ihr Essen zu kochen. Der Primatologe Arthur Wrangham schätzt, dass sie davor gut und gerne den halben Tag brauchten, um es zu zerkauen. Dass sie deshalb kulinarische Kompromisse eingegangen sind, sieht man heute noch am Beispiel von Menschenaffen. Schimpansen z.B. essen gerne Fleisch, kochen aber nicht. Wenn sie doch einmal Fleisch in die Finger bekommen, müssen sie einen so großen Teil ihres Tages aufs Kauen verwenden, dass nur noch etwa 18 Minuten für die Jagd übrig bleiben – beileibe nicht genug, um Vollzeit-Fleischfresser zu werden.

Man könnte auch sagen: Kochen ist effiziente Nahrungsaufnahme. Viele Tiere verbrauchen Unmengen an Kalorien, um ihr Essen zu verdauen. Kochen ermöglicht es uns also, Lebensmittel zu verdauen, die zwar nahrhaft, in rohem Zustand aber nur schwer verdaulich sind.

Das hat biochemische Gründe: Hitze verändert die molekulare Struktur von Lebensmitteln auf eine Weise, die es den Enzymen in unseren Mägen erleichtert, sie aufzuspalten. Wenn du ein Ei kochst, kannst du 90% davon verdauen. Ein rohes Ei dagegen ist nur zu 65% verdaulich. Ähnliches gilt auch für Nudeln und Fleisch.

Viele Lebensmittel werden überhaupt erst genießbar, wenn wir sie kochen. Die Wurzelknollen der Maniokpflanze z.B. sind eine absolute Grundfeste der südamerikanischen Küche, im rohen Zustand allerdings giftig. Sie werden erst durch das Erhitzen genießbar und nahrhaft.

Kochen

Was drin ist für dich: Ein leidenschaftliches Plädoyer für die kulturelle Errungenschaft des Kochens.

Was macht uns Menschen wirklich einzigartig? Dass wir miteinander kommunizieren? Dass wir Mitgefühl für Artgenossen empfinden? Nein, denn all das können andere Tiere auch. Was uns wirklich von allen anderen Lebewesen unterscheidet, ist unsere Fähigkeit zu kochen.

Wir sind die einzige Spezies, die irgendwann angefangen hat, verschiedene Zutaten unter Einwirkung von Hitze zu Gerichten zu verbinden. Diese simple Veränderung war eine der wichtigsten kulturellen Errungenschaften. Sie ermöglichte es, zuvor ungenießbare Naturprodukte verdaulich zu machen, unzählige neue Nährstoffe freizulegen und unser volles Potenzial zu entfalten.

Diese Blogs nehmen dich mit auf eine spannende Zeitreise von den bescheidenen Anfängen des Brotbackens über die Entdeckung neuer Geschmacksrezeptoren bis zum ungesunden Fertigessen der Gegenwart. Mach dich darauf gefasst, am Ende v.a. eines zu wollen: kochen.

In diesen Blogs lernst du außerdem,

warum wir ungesünder leben, je weniger wir kochen,
was die Erfindung des Brots mit vergorenem Getreidebrei zu tun hat, und
inwiefern Ratten ganz ähnlich wie wir Menschen mit Alkohol umgehen.

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Was drin ist für dich: Eine ungewohnt wissenschaftliche Perspektive aufs Kochen.

Ums Kochen ranken sich viele Mythen. Manche sehen sich gerne als geniale Gourmets mit spontanen Kreativschüben. Andere verzweifeln selbst an den einfachsten Gerichten, als hätten sich die höheren Kräfte der Küche gegen sie verschworen. Für beide hat das Kochen eine mystische und unberechenbare Qualität – einen Hauch von Zauber und Zufall.

Dabei hat die Zubereitung von Lebensmitteln weder zwingend etwas mit Talent noch Schicksal zu tun. Diese Blogs zeigen dir, dass die Vorgänge beim Kochen einfachen physikalischen Prinzipien folgen, die sich beobachten und reproduzieren lassen. Sie beschreiben, wie jeder mit einfachen wissenschaftlichen Kenntnissen tolles Essen kochen kann, und welche Faktoren den kulinarischen Hochgenuss bedingen.

In diesem Blog lernst du außerdem,

was Eier und Spülmittel gemeinsam haben,
wie du deine Liebsten an Festtagen mit dem perfekten Braten überraschst, und
warum Stahlseife bei fiesem Knoblauchgeruch hilft.

https://smalo.de/kochen-macht-unsere-lebensmittel-verdaulich-und-nahrhaft/

https://smalo.de/je-weniger-wir-kochen-desto-mehr-und-schlechter-essen-wir/

Nom nom,

wenn du ein Feinschmecker bist oder viel Zeit mit einem verbringst, hast du vermutlich bereits von der Bezeichnung Umami gehört.

Umami ist – neben süß, sauer, bitter und salzig – der fünfte Geschmack, den Menschen schmecken können. Man kann den Begriff grob übersetzen mit „angenehm herzhaft“. Anwenden lässt er sich bei der Beschreibung des Geschmacks vieler Fleischgerichte, von Pilzen und Brühen.

Doch wer hat diese fünfte Geschmacksrichtung entdeckt und warum kennen die meisten Menschen hierzulande nur vier?

Japan: das Land des guten Geschmacks

Im Jahr 1908 beschloss der japanische Chemiker Kikunae Ikeda einen genauen Blick auf die Kristalle von getrocknetem Seetang zu werfen, einem Grundpfeiler der japanischen Küche.

Bei seiner Untersuchung fand er das Glutamat. Da der Geschmack dieses Stoffes in keine der vier damals bekannten Kategorien passte, taufte Ikeda ihn Umami, was im Japanischen „Köstlichkeit“ heißt.

Im Westen war dieser fünfte Geschmackssinn lange umstritten. Erst im Jahr 2001 fanden auch Wissenschaftler in den USA einen spezifischen Geschmacksrezeptor für Glutamat und bestätigten daraufhin endlich das Konzept von Umami für westliche Genießer.

Bevor du jetzt allerdings in die Küche stürmst und haufenweise Glutamatpulver in dich hineinschaufelst, lass dir gesagt sein, dass dieses für sich genommen nicht sehr bekömmlich ist. Der lecker-würzige Umamigeschmack entfaltet sich erst, wenn Glutamat mit anderen Geschmäckern kombiniert ist – und eigentlich noch besser, wenn Glutaminsäure in seiner natürlichen Form und Dosis vorkommt.

Mehr Geheimnisse aus der Küche, z.B. wie die Menschheit auf die Herstellung von Brot kam, haben wir in diesem Blog für dich aufbereitet. Wohl bekomm’s!

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Sport kann die Gemütslage positiv beeinflussen.

Mit ADHS, der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, ist das so eine Sache. Manche sagen, es handele sich dabei um eine Modediagnose, andere meinen, ADHS sei eine Erfindung der Pharmaindustrie. Doch egal, was man über die Diagnose denkt – die Symptome existieren und sie können mit ausreichend Bewegung bekämpft werden.

Im Jahr 2010 führte der Kinesiologe Matthew Pontifex eine Studie mit 8- bis 10-jährigen Kindern durch, bei denen ADHS diagnostiziert worden war. Im Laufe der Tests stellte sich heraus, dass bereits eine halbe Stunde auf dem Laufband zu einer Verbesserung ihrer Konzentrationsfähigkeit führte.

Darüber hinaus belegte ein achtwöchiges Experiment die positive Langzeitwirkung von Sport: Bei 70% der Kinder, die sich täglich etwa eine Stunde lang moderat bewegt hatten, nahmen die Symptome ab, und sie wurden von ihren Lehrern als konzentrierter wahrgenommen.

Sport kann also ausgleichend wirken – und das sowohl bei ADHS als auch bei Stimmungsschwankungen. Durch sportliche Aktivität wird nämlich die Ausschüttung und Produktion des Wachstumsfaktors Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) angekurbelt. Dieses Protein beeinflusst sowohl den Transport von Serotonin als auch die Ausschüttung und Aufnahme von Dopamin. Diese beiden Neurotransmitter sind wesentlich an deinem psychischen Befinden beteiligt.

Wenn pubertierende Jugendliche etwa minutenweise zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt wechseln, so kann das mit einem niedrigen BDNF-Spiegel zusammenhängen. In diesem Fall hilft eine gute Dosis Sport. Aber auch falls die emotionalen Höhenflüge ausbleiben und man sich dauerhaft im Stimmungstief befindet, kann Bewegung helfen. Aerobes Training wirkt nämlich aktiv gegen Depressionen. Das funktioniert so:

Wenn man dauerhaft unter Stress steht, schüttet der Körper zu viel Cortisol aus. Dieses Hormon ist zwar unverzichtbar für die Steuerung des Tagesablaufs, zu viel davon schadet jedoch auf Dauer dem Gehirn. Insbesondere der Hippocampus leidet unter einem Cortisol-Überschuss. Eine mögliche Konsequenz ist die Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. Darüber hinaus kann ein Überangebot des Stoffes Krankheiten wie Depressionen auslösen, indem es die sogenannten Promoter aktiviert.

Ein Promoter ist ein bestimmter Teil eines Gens, der im Grunde wie ein Schalter wirkt. Er ist dafür verantwortlich, dass ein Gen „eingeschaltet“ wird. Wird er nicht aktiviert, so bleibt das Gen inaktiv. Das gilt auch für solche Gene, in denen Informationen über Krankheiten wie Depressionen oder Allergien gespeichert sind. Solche Promoter werden u.a. von Umwelteinflüssen wie Alkoholkonsum oder Stress bzw. Cortisol aktiviert und lösen infolgedessen Veränderungen im Organismus aus.

Aerobes Training senkt den Cortisol- und Adrenalinspiegel und verhindert so, dass die Promoter aktiviert werden. Außerdem fördert es die Produktion von PGC-1alpha – ein Protein, dessen Enzyme verhindern, dass die Stress induzierende Aminosäure Kynurenin ins Gehirn gelangt.

Sport kann also durch Senken des Cortisolspiegels sowohl den Ausbruch einer Depression verhindern als auch bei einer akuten Depression helfen, indem die Aminosäure Kynurenin aufgehalten wird.