Gesättigte Fette erhöhen die Chancen auf ein langes Leben.

Hüftgold, Rettungsringe, Wohlstandswampe … Jahrzehntelang wurden solcherlei Übel allein ihnen zugeschrieben: den gesättigten Fetten. Tatsächlich sind diese Molekülketten eher behäbige Kumpel, die unsere Zellmembran festigen. Und das ist nicht in jedem Fall schlecht und führt auch nicht immer zum gefürchteten Speck auf den Hüften.

Doch was sind gesättigte Fette überhaupt? Nun, sie sind leicht daran zu erkennen, dass sie bei Raumtemperatur fest in der Konsistenz sind, sich lange halten und hitzebeständig sind. Butter, Schmalz und Kokosfett sind klassische Vertreter dieser Gattung. Gesättigt werden die Fette genannt, weil ihr Hunger auf Verbindungen zu anderen Zellen nicht vorhanden ist. Sie haben das Socializing satt und machen einfach ihren Job, indem sie unsere Zellen stabil halten.

Kokosfett
Gesättigte Fette

Wenn sie allerdings im Übermaß oder in Kombination mit Kohlenhydraten aufgenommen werden, lagern sie sich an kritischen Stellen wie Bauch und Hüfte an und sorgen dafür, dass manche Menschen ihrem Spiegelbild unzufriedene Blicke zuwerfen.

Der Mythos, dass gesättigtes Fett schlecht sei und Herzinfarkte sowie Entzündungen begünstigt, ist wissenschaftlich widerlegt. Stattdessen ist klar: Gesättigte Fette allein genommen sind nicht gefährlich, sondern haben positive Effekte. Als Energielieferanten sind sie bei chronischen Beschwerden von Bauchspeicheldrüse und Leber sogar lebensnotwendig, und auch sonst vollbringen sie allerlei bemerkenswerte Dinge in unserem Organismus. Sie erleichtern uns z.B. die Atmung, indem sie die oberflächliche Struktur der Lungenbläschen offenhalten. Gesättigte Fette scheinen auch die Lebensdauer zu erhöhen. Zumindest ergab das eine Langzeitstudie mit 135.000 Teilnehmern aus 18 Ländern. Das Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu sterben, erhöhte sich allerdings um 60%, wenn sich die Teilnehmer kohlenhydratreich ernährten.

Einer Untergruppe der gesättigten Fette werden besondere Kräfte zugeschrieben: den MCTs, kurz für medium chain triglycerides. Zu finden sind sie in Käse, Kokosöl und Joghurt oder als Nahrungsergänzungsmittel. Kleine Studien lassen darauf schließen, dass sie die Fettverbrennung ankurbeln und wir sie gezielt als Hilfsmittel einsetzen können, um unser Idealgewicht zu erreichen und zu halten.

Und noch eine weitere, vielen unbekannte Wirkung kann Fett auf unser Wohlbefinden haben: Mit den richtigen Fetten können wir nicht nur unseren Körper in Form bringen, sondern auch positiv auf unser seelisches Gleichgewicht einwirken.

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