Superfoods helfen gegen oxidativen Stress.

Wir sollen also wählerisch sein beim Erstellen unseres Speiseplans – ob bei Fetten, Kohlenhydraten oder Proteinen. Aber gibt es nicht auch Nahrungsmittel, zu denen wir immer und ohne Reue greifen können? Durchaus, denn hier kommen die Superfoods ins Spiel.

Moment, sind das nicht diese teuren Exoten wie Goji-Beeren und Inkawurzeln, die uns das Bio-Marketing verkaufen will? Ja. Aber nicht nur! Superfoods sind pflanzliche Nahrungsmittel, die einen wissenschaftlich belegten Nutzen für unsere Gesundheit haben.

Verschiedene Superfood

Doch warum sind bestimmte Nahrungsmittel gesünder als andere? Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind in Pflanzen sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese bitter schmeckenden Stoffe stärken die Widerstandskraft der Zellen, aktivieren die Selbstheilung und wirken entzündungshemmend. Daneben halten sie Cholesterinwerte und Blutdruck in Schach. Je mehr sekundäre Pflanzenstoffe, desto gesünder das Nahrungsmittel – und desto näher ist es auch am Superfood.

Eine weitere äußerst nützliche Eigenschaft vieler pflanzlicher Nahrungsmittel ist, dass sie antioxidativ wirken. Sauerstoff dient unseren Zellen als Brennstoff. Bei der Energiegewinnung – der Oxidation – entsteht Abfall in Form von freien Radikalen, die unsere Zellen schädigen können. Viele sekundäre Pflanzenstoffe agieren nun als Radikalfänger. Sie bündeln freie Radikale und machen sie unschädlich. Wie antioxidativ ein Obst oder Gemüse ist, können wir leicht an der Farbe erkennen. Als Faustregel gilt: Je farbenfroher und dunkler, desto gesünder. So sind rote Zwiebeln bspw. gesünder als weiße, roter Kohl gesünder als weißer usw.

Die gute Nachricht ist: Superfoods gibt es nicht nur von Übersee. Auch Deutschland hat hier viel zu bieten, und das muss noch dazu gar nicht teuer sein. Da wäre allen voran das Vollkorngetreide. Es enthält viele Ballaststoffe und Mikronährstoffe und ist außerdem gut für das Mikrobiom des Darms.

Weitere regionale Superfoods sind z.B. Grünkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Brokkoli, Leinsamen, Walnüsse, Brennnesseln und Beeren. Auch hier gibt meist schon die intensive Farbe den Hinweis, wie reich sie an sekundären Pflanzenstoffen sind. Bei den Beeren sind es die Anthocyane, stark antioxidative Pigmente. Die antioxidative Power lässt sich sogar messen: So hat eine Portion Äpfel 60 Einheiten, eine Portion Erdbeeren 350 und Brombeeren sogar 650. Beeren sind damit das Superfood schlechthin.

Du siehst: Die Auswahl an heimischen Superfoods ist groß. Du solltest allerdings darauf achten, sie möglichst regional und saisonal einzukaufen, damit du keine Nährstoffeinbußen durch unreife Aberntung und lange Transportwege hast.

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