Es gibt gesunde und ungesunde Fette.

Im mediterranen Raum ernähren sich die Menschen mit Nüssen und Ölen ziemlich fettreich. Dennoch gilt ihre Diät erwiesenermaßen als gesund. Fett ist also nicht gleich Fett – offenbar gibt es gute und schlechte Fette.

Lange Zeit wurde Fett per se verteufelt. Wer abnehmen wollte, dem wurde geraten, sich unbedingt fettarm zu ernähren. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, zeigt nicht nur das Beispiel der Mittelmeerkost. Denn Fett ist u.a. auch dafür zuständig, dass wir bestimmte Vitamine aufnehmen und verstoffwechseln können, bspw. die Vitamine D, E und K oder auch das in Karotten enthaltene Vitamin A.

Fett an sich ist also nicht automatisch schlecht. Vielmehr müssen wir zwischen gesunden und ungesunden Fetten unterscheiden. Dass Käsepizza weniger gesund ist als Avocado-Toast mit gehackten Tomaten und Olivenöl, ahnst du wahrscheinlich schon. Aber was genau unterscheidet gute von schlechten Fetten?

Nun, natürliche Fette enthalten sogenannte Fettsäuren. Der Unterschied zwischen ungesund und gesund liegt darin, ob diese Fettsäuren gesättigt oder ungesättigt sind. Gesättigte Fettsäuren, das haben diverse Studien gezeigt, wirken sich negativ auf Herz und Gefäße aus. In den Blue Zones nehmen die Menschen deutlich mehr ungesättigte Fettsäuren zu sich, während sie gleichzeitig nur einen sehr geringen Anteil an gesättigten verzehren, die sich v.a. in Fleisch, Butter, Milch und Palmöl finden.

Eine gute Quelle für ungesättigte Fettsäuren ist Olivenöl – nicht umsonst ist es ein unverzichtbarer Teil der mediterranen Küche. Die im spanischen Mittelmeerraum durchgeführte PREDIMED-Studie zeigte: Jene Studienteilnehmer, die täglich 50ml, also ca. fünf Esslöffel, Olivenöl zu sich nahmen, verringerten ihr Risiko auf Diabetes, hatten weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle bis hin zu weniger Brustkrebs bei den teilnehmenden Frauen.

Weitere Quellen für ungesättigte Fettsäuren sind Rapsöl und Nüsse. Besonders gut sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu denen u.a. auch die Omega-3-Fettsäuren zählen. Diese finden sich z.B. in Leinsamen, Chiasamen oder Hanfsamen, aber auch Walnüsse sind eine gute Quelle. Alternativ kann man Omega-3-Fettsäuren auch über Algen aufnehmen, wie es die Bewohner von Okinawa tun.

Generell sind Fette aus pflanzlichen denen aus tierischen Quellen vorzuziehen. Fisch enthält zwar viel Omega 3, jedoch zeigen neuere Studien, dass er lange nicht so gesund ist, wie bisher angenommen, was u.a. mit der zunehmenden Verschmutzung der Meere zu tun hat.

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