Beim Fasten kann es zu regelrechten Highs kommen – doch man muss auch die Lows aushalten.

In der Vorstellung der meisten Menschen ist Fasten die reinste Qual. Auch ich dachte, dass der Essensverzicht unweigerlich zu schlechter Laune führen würde. Doch viele Menschen berichten von regelrechten Highs beim Fasten. Was ist da also dran?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und schon die kleinste Veränderung fällt den meisten von uns extrem schwer. Da muss einem der komplette Verzicht auf feste Nahrung, wie er beim Buchinger-Fasten ansteht, als extremer Einschnitt in den gewohnten Alltag und als eine echte Herausforderung erscheinen. Doch Herausforderungen haben ja auch etwas Gutes.

Denn wenn wir merken, dass wir eine Aufgabe meistern können, steigt damit auch unser Selbstwertgefühl. Das Gefühl, stärker zu sein als der eigene Hunger, kann uns somit regelrecht berauschen. So erging es zumindest mir, der schon bei seiner ersten Fastenkur an manchen Tagen regelrecht über den Wolken schwebte und oft gar nicht wusste, wohin mit all der guten Laune.

Zu unserem eigenen Stolz kommt auch noch hinzu, dass wir von anderen bewundert und geachtet werden. Denn wer fastet, gilt als diszipliniert und willensstark – der bekommt etwas auf die Reihe.

Fasten ist also eine Art Gute-Laune-Macher und Selbstbewusstseins-Booster in einem. Und das lässt sich sogar wissenschaftlich erklären: Beim Fasten erhöht sich nachweislich der Serotoninspiegel in unserem Gehirn. Und Serotonin ist genau jener Neurotransmitter, der uns zufrieden und selbstsicher macht.

Leider stellt sich das Hoch nicht bei jedem ein. Ein bekannter von mir berichtet bspw. davon, wie sich das berühmte Fasten-High bei ihm einfach nicht einstellen wollte. Wochenlang hoffte und wartete er vergeblich und war am Ende erst recht frustriert.

Natürlich hält das Hoch auch nicht für immer an, denn wie bei allem gibt es auch beim Fasten Höhen und Tiefen. Das musste auch ich lernen: Während meines ersten Fastenexperiments fühlte ich nach einer anfänglichen Phase der Euphorie am 23. Tag plötzlich ganz lustlos und schwach.

In Momenten der Fastenmüdigkeit, in denen einen die Sehnsucht nach Nahrung überkommt, fällt Verzicht naturgemäß schwerer. Auch Kritik wird kommen, und die kann einen in solchen Phasen besonders demotivieren: Man muss sich rechtfertigen, und das ist kein gutes Gefühl.

Wenn das passiert, sollte man sich in Erinnerung rufen, was man schon alles geschafft hat. Auch ist es hilfreich, sich immer wieder zu sagen, was man im Gegenzug für seine Willensstärke bekommt. Denn Fasten ist ja nicht nur Verzicht, sondern auch ein großer Gewinn.

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Fasten hilft bei der Gewichtsabnahme und gegen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma

In letzter Zeit hört man immer wieder von der sogenannten ketogenen Ernährung. Doch was versteckt sich hinter diesem Modebegriff? Und was hat das mit dem Fasten zu tun?

Beim Fasten passiert Folgendes: Unser Körper merkt, dass er keine Nahrung mehr bekommt und keine Energie hat, um sein System aufrechtzuerhalten. Anstatt aus Kohlenhydraten muss er sich die Energie nun woanders herholen – und zwar zu einem großen Teil aus unseren Fettreserven. Dieser Effekt, durch den wir beim Fasten praktischerweise auch abnehmen, nennt sich Ketose.

Ketonkörper
Die natürliche Energiequelle

Die Gewichtsabnahme bleibt allerdings nur dann bestehen, wenn wir auch nach dem Fasten auf unsere Ernährung achten. Sobald wir zum Verzehr von Kohlenhydraten zurückkehren, stellt der Körper wieder um und lässt die Fettreserven in Ruhe. Und sobald wir erneut zu viele Kalorien zu uns nehmen, nehmen wir auch wieder zu.

Für mich war die Gewichtsabnahme ein willkommener Nebeneffekt, die zuckerfreie Kirsche auf dem imaginären Stück Sahnekuchen. Viel wichtiger aber war es ihr, ihr Rheuma loszuwerden. Und von den diversen Fastenkuren, die sie ausprobierte, zeigte eben besonders die Buchinger-Methode Erfolge gegen Rheuma.

Besserungen ist nicht nur subjektiv empfunden, sondern auch medizinisch messbar: Bereits nach der ersten Buchinger-Fastenkur war der Rheumamarker im Blut verschwunden!

Mittlerweile gehen nicht mehr nur naturheilkundliche Ärzte, sondern auch Schulmediziner davon aus, dass eine Ernährungsumstellung gegen rheumatische Erkrankungen hilft. Ärzte und Heilpraktiker gleichermaßen bestätigen diese Erfahrung, so z.B. auch der Ernährungsmediziner Prof. Dr. Andreas Michalsen. Er beobachtete die heilende Wirkung des Fastens nicht nur auf das Rheuma selbst, sondern auch auf benachbarte Krankheitsbilder wie Arthrose, Spannungskopfschmerz und Rückenschmerzen.

Neben der heilenden Wirkung bei Erkrankungen kann das Fasten auch noch weitere Effekte auf den Körper haben. So kann es z.B. das Hautbild verbessern, wie auch ich am Ende meiner ersten Fastenkur begeistert feststellte: Meine Haut sah so rosig, gesund und jung aus wie schon lange nicht.

Lernen, wieso Fasten gesund machen kann.

Fasten liegt im Trend. Eine Fastenkur soll nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch seelische Probleme lindern und sogar Autoimmunerkrankungen heilen. Klingt also wie ein echter Gesundheitsjoker. Aber was ist da wirklich dran? Wie genau funktioniert eine Fastenkur – und wie fühlt es sich eigentlich an, wochenlang keine feste Nahrung zu sich zu nehmen?

Bevor ich mit dem Fasten begann, stand ich der ganzen Sache eher gleichgültig bis skeptisch gegenüber. Als ich dann beschloss, es trotzdem einmal zu probieren, erfuhr ich viel Widerspruch von Freunden: Der Körper brauche doch die tägliche Nahrung, außerdem würden ihm durch das Hungern wichtige Vitamine fehlen.

Dieser Blog erklärt dir, was dran ist an den Ängsten und Vorurteilen und womit man beim Fasten rechnen muss ‒ oder darf. Denn ich habe es ausprobiert: 35 Tage lang habe ich nichts als flüssige Nahrung zu mir genommen.

Außerdem verrate ich dir,

wieso Fasten in erster Linie Kopfsache ist,
wie man davon high werden kann, und
weshalb das Fasten wie ein Neustart ist.

Deine Mitochondrien bestimmen über Deine Leistungsfähigkeit

Wer kennt das nicht? Mal sprudelt man vor Energie nur so über, mal kann man vor lauter Schlappheit keinen einzigen Handschlag tun. Warum ist das so? Nun, das hängt mit dem Energiehaushalt unseres Körpers zusammen. Und wenn es um Energie geht, betrifft es automatisch die Mitochondrien.

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Biohacking – Dein Gehirn auf Vordermann bringen.

Höher, schneller, weiter – das ist das Credo unseres Jahrtausends. Und das gilt nicht nur für die Autos, die wir fahren, sondern auch für unsere eigenen Körper: Immer mehr Menschen weltweit wollen das Maximum aus Körper und Geist herausholen. Sie möchten gesünder, leistungsfähiger, ja einfach besser in allem werden, was sie tun. Auf diesen Wunsch antwortet Dave Asprey mit seiner Lehre des „Biohacking“: Biohacking besagt, dass wir durch Umstellungen in den Bereichen Schlaf, Ernährung, Lichtumgebung und Bewegung die Leistung unserer Körper und speziell unserer Gehirn signifikant optimieren können.

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Die Lebensmittelindustrie nimmt Einfluss auf politische Entscheidungen.

Erinnerst du dich an die Debatte um die Einführung eines Ampelsystems zur verständlichen Farbkennzeichnung der Qualität von Lebensmitteln? Die Idee war super: Wir als Konsumenten sollten auf einen Blick sehen können, ob Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett oder Salz in einem gesunden, mittelmäßigen oder ungesunden Verhältnis in einem Produkt enthalten sind. Der entsprechende Gesetzesentwurf ist leider nie verabschiedet worden. Warum eigentlich? Ich möchte Dich auf diesen Blog einladen.

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Soziale Normen beeinflussen unser Essverhalten stärker als Faktenwissen.

Wer kennt das nicht: Nach der bestürzenden Lektüre des Artikels zur Massentierhaltung oder der schockierenden Doku über Kinderarbeit nehmen wir uns felsenfest vor, unser Verhalten zu ändern. Und doch sind wir spätestens nach ein paar Wochen wieder voll im Trott. Woran liegt das?

Haben uns Soziale Normen fest im Griff?

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Es gibt genügend gute und gewichtige Gründe gegen Massentierhaltung.

Die meisten Menschen sehen sich selbst als integre Personen mit Werten und Prinzipien. Die gewaltige Gleichgültigkeit, mit der der Großteil der Gesellschaft die Produktionsbedingungen der meisten tierischen Lebensmittel ignoriert, spricht jedoch eine andere Sprache. Dabei gibt es gute Gründe, unseren Umgang mit Tieren zu überdenken.

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