Proteine sind das Baumaterial des Körpers und können uns sowohl schlank als auch krank machen.

Wie bei den meisten Dingen im Leben kommt es auch bei der Ernährung auf das gesunde Gleichgewicht an. Proteine z.B. sind lebensnotwendig, denn sie liefern uns das Material, aus dem unsere Zellen bestehen. Im Übermaß konsumiert können sie jedoch zu Krankheiten führen.

Sowohl die Low-Carb- als auch die Low-Fat-Ernährung sowie die meisten Diäten basieren auf derselben Prämisse: Möglichst viele Proteine und möglichst wenig anderes Zeug. Proteinreiche Lebensmittel haben nämlich den Vorteil, dass sie dich schneller satt machen, wodurch du weniger isst und zügiger abnimmst.

Das liegt daran, dass dein Körper die Proteinzufuhr stets konstant halten möchte. Ist die Tagesration noch nicht erreicht, spürst du ein Hungergefühl – egal wie viel Fett und wie viele Kohlenhydrate du schon zu dir genommen hast. Das geschieht insbesondere dann, wenn du dich überwiegend von verarbeiteten Lebensmitteln ernährst, z.B. Fast Food und Fertiggerichte, denn diese enthalten wenig Proteine und viele Kohlenhydrate und Fette. Sie schmuggeln dir sozusagen lauter Nährstoffe unter, die du in diesem Moment überhaupt nicht brauchst. Hast du deinen Protein-Soll allerdings schon mit ein paar kleinen Mahlzeiten erfüllt, ist dein Körper satt und befriedigt.

Aber natürlich hat die Sache auch einen Haken: Proteine helfen zwar beim Abnehmen, zu viel davon ist jedoch auch wieder ungesund. Sie lassen die Zellen nämlich nicht nur wachsen, sondern auch altern. Wenn Erwachsene zu viele Proteine zu sich nehmen, produzieren die Zellen ständig neues Baumaterial daraus. Diese überflüssige Zellmasse lässt die Zellen von innen verklumpen – ein Prozess, den man auch Zellalterung nennt und der verschiedene Krankheiten auslösen oder befördern kann, z.B. Alzheimer und Krebs.

So wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass eine proteinreiche Ernährung sogar das Wachstum von Tumoren fördert. Solche gesundheitsschädigenden Aspekte gelten allerdings lediglich für tierische Proteine. Pflanzliche Eiweiße sind im Gegensatz dazu sogar ausnehmend gesund!

Wer alles richtig machen möchte, sollte also unbedingt ausreichend Proteine zu sich nehmen. Optimalerweise kommen 15% deiner Kalorien aus Proteinen, und zwar bevorzugt aus solchen, die pflanzlichen Ursprungs sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass du Veganer werden musst, um dich gesund zu ernähren. Es gibt auch einige tierische Proteinquellen, die du bedenkenlos anzapfen kannst, da sie unschädlich sind. Zu diesen gehören bspw. Fisch, Meeresfrüchte und Joghurt. Was Fleisch angeht, können die meisten ihre Gewohnheiten allerdings durchaus ein bisschen zurückschrauben.

„Maß halten“ lautet also die Devise. Wenn Eiweiße 15% unserer täglichen Kalorien ausmachen, ist das ideal. Sehen wir uns jetzt an, wie du die restlichen 85% aufteilen kannst.

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