Brot wurde nach seiner Entdeckung zum wichtigsten Bestandteil der westlichen Ernährungsweise.

Brötchen zum Frühstück, belegtes Baguette zum Mittag, Vollkornstulle zum Abendbrot. Das gute alte Brot ist in Deutschland genauso wenig aus der Esskultur wegzudenken wie das Baguette in Frankreich, das Ciabatta in Italien oder die Bagels und Sandwiches in den USA. Aber warum eigentlich?

Weil die Gras- und Getreidekörner, aus denen wir Brot backen, voller wertvoller Energie stecken. Schon unsere Vorfahren aus der Steinzeit ernährten sich von den Feldfrüchten, weil sie der einzige Teil der Urgetreide waren, die ihre Mägen problemlos verdauen konnten.

Aus diesem Grund fingen die Menschen an, verschiedene Getreidesorten anzupflanzen, um größere und nahrhaftere Kerne zu ernten. Mit der Zeit fanden sie heraus, dass sie die Kerne auch zerstampfen, einweichen und rösten konnten. Dadurch wurden die Mahlzeiten abwechslungsreicher, gesünder und sättigender. Irgendwann kamen die ersten Menschen auf die Idee, den zerstampften Getreidebrei als Fladen auf heißen Oberflächen zu backen.

Dann, um das Jahr 4.000 v.Chr., fing einer dieser Breiklumpen irgendwo in der Wärme des alten Ägyptens an, blasen zu werfen und aufzugehen. Die Wildhefe in dem Gemisch hatte den Prozess der Gärung in Gang gesetzt. Ein experimentierfreudiger Koch steckte die fermentierte Masse in einen Ofen und buk den ersten Laib Sauerteigbrot der Geschichte.

Die Erfindung des Brots war eine kulinarische Revolution. Das Besondere am Brot ist, dass das gebackene Endprodukt nahrhafter ist als die Summe seiner rohen Zutaten. Viele Nährstoffe im fertigen Brot werden erst durch die Fermentierung und das Backen freigesetzt. Der Unterschied ist eklatant: Du könntest nur eine kurze Zeit lang mit rohem Weizenmehl überleben, dich aber ein Leben lang ausschließlich von Brot ernähren.

Abgesehen davon ist der Verzehr von Brot wahnsinnig energieeffizient. 65% der Erdoberfläche sind von Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Hafer, Dinkel und Roggen bedeckt. Diese Gräser speichern das Sonnenlicht und wandeln es durch Photosynthese in Energie um. Anschließend wird ein Großteil des wertvollen Korns zu Futter für die Nutztiere verarbeitet, die wir Menschen essen.

Dabei geht allerdings fast die gesamte wertvolle Energie verloren. Wenn ein Tier ein anderes Tier isst, kommen bei ihm nur noch etwa 10% der Kalorien an, die das Beutetier zu sich genommen hat. Die restlichen 90% wurden vom Beutetier zuvor selbst verbraucht. Das ist, als hättest du zehn Säcke voller Weizen, und würdest neun davon wegschmeißen.

Das ist auch der Grund, warum es in der Tierwelt viel mehr große Gras- als Fleischfresser gibt. Du hast also wesentlich mehr davon, wenn du die kostbare Energie direkt aufnimmst, z.B. durch hochwertiges Vollkornbrot.

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