Ernährung wirkt sich direkt und indirekt auf die geistige Gesundheit aus.

Schokolade, heißt es, mache glücklich. Das mag sein. Fakt ist aber auch: Zu viel Schokolade macht unglücklich. Ein Überschuss an Fetten und Kohlenhydraten führt nämlich bekanntermaßen zu Übergewicht, und Übergewicht kann eine verminderte Dopamin-Empfänglichkeit zur Folge haben.

Dopamin ist der chemische Botenstoff, der dich Freude empfinden lässt. Er beeinflusst das Belohnungssystem des Gehirns und damit auch dein Handeln, denn dieses wird u.a. vom Belohnungssystem bestimmt. Eine Unterempfindlichkeit kann genetisch bedingt auftreten oder infolge übermäßiger Stimulation durch Dopamin entstehen. In beiden Fällen gibt es weniger Andockstellen für diesen Botenstoff als gewöhnlich.

Bei einer Überstimulation, wie sie u.a. bei Fettleibigkeit auftreten kann, werden Dopamin-Rezeptoren vom Gehirn abgebaut. Der Grund dafür ist, dass es einfach nicht mit der ständigen Überbeanspruchung fertig wird. Das Gleiche passiert übrigens beim Drogenmissbrauch. Dieser Abbau der Rezeptoren hat zur Folge, dass das Belohnungssystem des Gehirns nicht mehr richtig funktioniert. Dementsprechend muss nun wieder mehr Nahrung aufgenommen werden, um das System zu befriedigen – ein Teufelskreis.

Das Gute am Sport ist: Er erhöht die Dopaminproduktion bspw. durch Stressreduktion und befriedigt damit das Belohnungssystem, ohne es zu überfordern.

Eine Dopamin-Unterempfindlichkeit ist allerdings lange nicht die einzige Gefahr von Übergewicht. Durch kalorienreiches Essen gelangen Eiweiße, Fettsäuren und Immunzellen ins Gehirn. In Kombination können diese Stoffe zu Entzündungen im Kleinhirn, im Hippocampus oder im Hypothalamus führen.

Treten die Entzündungen im Kleinhirn und im Hippocampus auf, so werden dabei womöglich Neuronen zerstört. Dieser Verlust wirkt sich negativ auf das Gedächtnis aus und hemmt die Bewegungssteuerung. Ist der Hypothalamus betroffen, der u.a. für Schlaf und Sexualverhalten zuständig ist, kann dies seine Funktionsfähigkeit einschränken. Die Folgen sind z.B. ein gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl.

Abgesehen von solchen direkten Auswirkungen der Ernährung auf das Gehirn, gibt es auch noch indirekte Konsequenzen. Übergewicht hindert die Betroffenen z.B. daran, Sport zu treiben. Wenn man aber keinen Sport treibt, greifen die oben genannten Mechanismen wie Neurogenese oder Synaptogenese nicht mehr. Das wiederum hat einen negativen Effekt auf die geistige Gesundheit.

Im Umkehrschluss heißt das: Eine gesunde Ernährung trägt maßgeblich zur körperlichen und geistigen Fitness bei – sowohl direkt als auch indirekt, z.B. indem sie Entzündungen vorbeugt und zu sportlicher Aktivität anregt. Übrigens: Wusstest du, dass Sport sogar gegen ADHS und Depressionen helfen kann? Im nächsten Blog findest du heraus, warum das so ist.

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