Alcúdia was Du auf Mallorca unbedingt einmal sehen solltest

Alcúdia

ist die wohl älteste Stadt Mallorcas (Gründung ca. 123 v. Chr.) und noch Heute zeugen zahlreiche altertümliche Bauwerke und Ruinen von einer historischen Vergangenheit.  Ich schreibe hier über Alcúdia was Du auf Mallorca unbedingt einmal sehen solltest.

Auf einen Bummel durch die wunderschöne Altstadt von Alcúdia, die von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben ist und zwei mittelalterliche Stadttore besitzt, sollten Sie nicht verzichten.


Erwähnenswert im Zusammenhang mit Alcúdia ist die Halbinsel Sa Victória, die im Sommer für Mallorquiner ein beliebtes Ausflugsziel ist und die nahe gelegenen Bergkette, die zum Wandern und Fahrradfahren einlädt und wunderschöne Ausblicke auf die Bucht von Alcúdia bietet.

Keinesfalls verwechseln sollte man Alcúdia mit dem nahe gelegenen Port d´Alcúdia, dessen feiner Sandstrand sich in einem weiten Bogen bis Ca´n Picafort erstreckt. Empfehlenswert ist Port d´Alcúdia besonders für Familien mit Kindern, da der Strand hier meist langsam und seicht ins Meer abfällt.

Ein Highlight in Port d´Alcúdia ist die Flaniermeile um den Yachthafen mit Ihren zahlreichen Restaurants und Bars, die sich hier in den vergangenen Jahren angesiedelt haben.

Essen & Trinken

Mallorcas Küche ist ländlich geprägt. Das bedeutet, es gibt viele rustikale Gerichte mit Zutaten, die von der Landwirtschaft der Region erzeugt werden.

Viele Speisen werden mit Fleisch zubereitet oder bestehen aus deftigem Gemüse, zum Beispiel Kohl. Gute einheimische Restaurants findet man oft im Landesinneren, abseits der Touristengebiete an den Küsten.

Auch in den rustikalen Cellers, den Kellerrestaurants, erlebt man stets eine urige Atmosphäre. Mallorquiner essen gern, gesellig und ausgiebig. Zum Abendessen gehen die Einheimischen oft erst spät, ab 21 Uhr.

Typische Gerichte der mallorquinischen Küche sind zum Beispiel Fleischgerichte mit Kaninchen, Lamm, Zicklein oder Spanferkel, oft vom Grill. Dazu werden häufig alle Variationen an Gemüse gereicht. Fisch wird auf Mallorca oft vom Festland importiert. In den Küstenregionen kann man jedoch auch fangfrischen Fisch genießen. Dieser ist auf den Speisekarten oder an den Restaurants dann oft als „pescado fresco“ ausgewiesen. Auch Schnecken sind eine typische Speise auf Mallorca. Neben normalen Schnecken ist besonders das schneckenförmige Hefegebäck „ensaimada“ bei Inselbewohnern wie –besuchern gleichermaßen beliebt. Es wird gern zum Frühstück oder zum Kaffee gegessen.

Pamboli

Eine typische mallorquinische Vorspeise ist „Pamboli“ auch „Pamb i oli“ oder „Pa amb oli“ genannt, was alles nichts anderes heißt als „Brot mit Öl“ auf Spanisch beziehungsweise Katalanisch. Grundlage dieser einfachen und doch so wohlschmeckenden Speise ist das ungesalzene Landbrot, das meist einseitig geröstet wird. Über die Zutaten Olivenöl und Tomate sind sich alle Rezepte einig, Knoblauch wird fast immer genannt, es gibt aber auch Varianten ohne die scharfe Knolle.

Alcúdia Pamboli
Pamboli ein sehr schöner starter

Wie beim italienischen Bruschetta ist der Trick, dass die geröstete Brotseite mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe, respektive der Tomate eingerieben und mit Olivenöl beträufelt wird. Auf diese Unterlage lässt sich alles Mögliche legen: Schinken, Käse, Tomatenwürfel, andere Gemüse, Eingelegtes, Oliven, Kapern oder Fisch, eigentlich sind der Phantasie und Kreativität hier keine Grenzen gesetzt. Einfach selber ausprobieren oder – wenn man Pamboli im mallorquinischen Restaurant als Vorspeise bestellt – überraschen lassen.

Tapas

Alcúdia Tapas
Tapas eine willkommene Abwechselung

Kleine Häppchen aus eingelegten oder gegrillten Zutaten, so genannte Tapas, sind zwar nicht typisch mallorquinisch, aber aus den meisten Restaurants nicht mehr wegzudenken und ein leckerer Snack zum Getränk oder als Vorspeise.

Empanadas Mallorquinas

Empanadas Mallorquinas sind die im gesamten spanischsprachigen Raum bekannten Teigtaschen aus Hefeteig, die es mit pikanten und süßen Füllungen gibt. Auf Mallorca waren sie ursprünglich eine Spezialität zur Osterzeit. Sie werden auf der Baleareninsel oft in runder Form mit einem kunstvollen Rand, ähnlich dem Pie im englischsprachigen Raum angeboten. Außerdem wird bei original mallorquinischen Empanadas keine Hefe im Teig verwendet. Heute findet man die Empanadas auch auf Mallorca oft als Teigtasche die aus Teigkreisen oder Quadraten zusammengelegt und am Rand mit den Fingern oder einer Gabel zusammengedrückt werden. Bei der Füllung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, von Gemüse oder Pilzen über unterschiedliche Fleisch und Wurstfüllungen bis hin zu Meeresfrüchten ist hier alles zu finden. Mit Eigelb bestrichen werden die Empanadas im Backrohr gebacken.

Pa de Figa

Das Feigenbrot Pa de Figa hat einen für deutsche Ohren verwirrenden Namen, hat es doch außer der äußeren Form nichts mit Brot zu tun. Pa de Figa ist eine kleine Zwischenmahlzeit, die aus getrockneten Feigen, gemahlenem Anis und einem Schuss Anislikör geknetet wird. Die „Feigenbrote“ werden an der Sonne und im Wind getrocknet, gerne auf einem Feigenblatt serviert und zum Kaffee gereicht oder zu einem Glas Anislikör „Hierbas“ verspeist.

Sobrasada de Mallorca

Alcúdia Sobrasada
Sobrasada typische spanische Wurst

Sobrasada oder korrekt katalanisch Sobrassada de Mallorca ist eine mallorquinische Streichwurstspezialität. Sie wird aus rohem Schweinehack und Schweinespeck hergestellt, vermengt mit reichlich Paprikapulver, Salz und anderen Gewürzen. Dieses Brät wird in Därme abgefüllt und in Trockenkammern mit 16 bis 18 Grad und relativ hoher Luftfeuchtigkeit von 70 bis 85 Prozent gereift. Durch Milchsäuregärung wird die Wurst haltbar und bekommt zusammen mit dem dominanten Paprikagewürz ihren typischen, aromatischen Geschmack.

Für den einen gewöhnungsbedürftig, für den anderen nicht zu überbieten wohlschmeckend und auch noch bekömmlich ist Sobrassada eine der mallorquinischen Spezialitäten, die bei Touristen sehr gegensätzliche Reaktionen hervorruft. Einheimische, sofern sie nicht gerade Vegetarier sind, sind sich dagegen einig: Ohne diese Wurstspezialität wäre die mallorquinische Küche nur halb so interessant.

Tumbet

Der mallorquinische Gemüseauflauf Tumbet wird aus Auberginen, Paprikaschoten, Kartoffeln und Tomaten, manchmal auch noch Zucchini, in jedem Fall aber Knoblauch gekocht. Aus manchmal ungeschältem Knoblauch und Tomate wird durch langsames Köcheln eine dicke Soße hergestellt. Diese wird über das kurz gedünstete Gemüse in eine Auflaufform gegeben und alles im Backofen kurz, bei nicht zu hoher Temperatur, geschmort. Um den Gemüsegeschmack in den Vordergrund zu stellen, wird Tumbet normalerweise nur mit Pfeffer und Salz gewürzt. Tumbet isst man auf Mallorca als leichtes Sommergericht als Hauptspeise, gerne mit dem guten, ungesalzenen, mallorquinischen Landbrot. Es kann auch kalt als Vorspeise gereicht werden oder als Beilage zu Fisch, Fleisch oder Eiern.

Hierbas de Mallorca

Alcúdia Hierbas
Hierbas – sollte nach dem Essen nicht fehlen

Nach dem Essen genießt man einen für Mallorca typischen Kräuterschnaps namens „Hierbas“, der auf Anisbasis hergestellt wird.

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