Unsere Beziehung zu Tieren verändert sich.

Früher war alles so einfach: Das Huhn lief im Hof umher, legte jeden Tag ein Ei und wenn es das nicht mehr tat, kam es in den Suppentopf. Wir Menschen nutzen Tiere für wirtschaftliche Zwecke seit Jahrtausenden und natürlich hat sich unser Bild von ihnen entsprechend darauf eingestellt: Tiere gelten traditionell als weniger wertvoll als Menschen.

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Ein sachlicher Blick auf die vegane Lebensweise.

Wenn du schon einmal einen Bericht zur vegetarischen oder gar veganen Lebensweise online gelesen hat, weißt du vielleicht auch, wie die Kommentare darunter aussehen: Wüste Beschimpfungen, verklärtes spirituelles Gefasel, Sätze in Großbuchstaben und jeder Kommentar wird mit mindestens drei Ausrufezeichen abgeschlossen. Es geht emotional zu.

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Die letzten Jahrzehnte brachten eine nie gekannte Vielfalt mit sich – und damit eine neue kulturelle Esskultur.

Nach zwei Millionen Jahren unaufhörlichen Wandels der Esskultur und dramatischer Krisen schien nun – zumindest in Westeuropa – ein nahezu paradiesischer Zustand erreicht. Eine effiziente Massenproduktion versorgte die Bevölkerung ausreichend mit Lebensmitteln. Und, ebenso wichtig, eine Phase politischer Stabilität ermöglichte den ungestörten Genuss der Produkte. Und die Entwicklung einer neuen Esskultur.

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Vor allem in Westeuropa revolutionierte der steigende Wohlstand nach dem Krieg die Esskultur.

Hunger und Mangel, unter denen weite Teile der europäischen Bevölkerung in den Kriegsjahren litten, waren mit dem Ende des Krieges keineswegs überwunden. Besonders im zerstörten Deutschland blieb die Versorgungslage noch Jahre nach Kriegsende kritisch. Lebensmittel blieben bis in die 1950er-Jahre rationiert, Schwarzmärkte blühten.

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Die Kriegszeiten brachten den Mangel zurück nach Mitteleuropa – und die Ernährungspolitik.

Bereits vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte die deutsche Agrarproduktion kaum Schritt halten können mit dem massiven Bevölkerungswachstum. Somit kam es unmittelbar nach Kriegsbeginn zu Nahrungsengpässen. Der Staat versuchte dem zu begegnen, indem er verordnete, Ersatzprodukte zu entwickeln und bspw. Mehl mit Kartoffelflocken oder Kohlrüben zu strecken. Erstmals in Deutschland wurde der Lebensmittelmarkt staatlich reguliert und rationiert.

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Die fortschreitende Industrialisierung beendete den Hunger in Europa, schuf aber auch neue Probleme.

In unserem Schnelldurchlauf durch die Zeiten nähern wir uns langsam wieder der Gegenwart. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nämlich bildeten sich Verhältnisse heraus, die uns vertraut erscheinen. Die fortschreitende Industrialisierung brachte große gesellschaftliche Konflikte mit sich, führte jedoch auch dazu, dass endlich die große Mehrheit der Menschen genug zu essen hatte.

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Die aufkommende Industrialisierung bewirkte eine tiefgreifende Ausdifferenzierung der Ernährungssituation.

Der neue Reichtum, der zum großen Teil anderen Völkern geraubt wurde, trug dazu bei, die europäische Gesellschaftsstruktur erneut grundlegend zu verändern. So waren die immensen Einkünfte aus dem Handel mit Kolonialwaren ein Faktor, der dem Bürgertum seinen Aufstieg ermöglichte. Die Konflikte zwischen altem Adel, neuem Bürgertum und armer Mehrheit führten bald zu einem Ereignis, das Europa erschüttern sollte – der Französischen Revolution.

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Der Kolonialismus der Neuzeit erweiterte die Nahrungspalette der Europäer.

Und schon sind wir in der frühen Neuzeit angelangt, wiederum eine Zeit bedeutsamer Veränderungen in Europa. Konstantinopel wurde von den Osmanen erobert, während die Renaissance Mittel- und Westeuropa eine bislang neue kulturelle und wissenschaftliche Blüte bescherte. Die Reformation führte zu konfessionellen Kriegen, schuf Askese und Strebsamkeit als neue Wertorientierungen und ebnete damit der Aufklärung den Weg.

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